Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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ſchön, aber, ſie iſt von einer unverzeihlichen Bor⸗ nirtheit, dieſe gute Prinzeſſin Eliſabeth Farneſe!

Arme Prinzeſſin! ſagte die Orſini. Schön und dumm dabei, wie beklagenswerth!

Alberoni warf auf ſie einen jener ſchnellen, durch⸗ bohrenden Blicke, die ihm in wichtigen Momenten eigen waren. Dann ſenkte er das Auge und ſagte mit ſei⸗ ner ruhigen beſcheidenen Miene: ja, dieſe arme Eliſa⸗ beth, ſie iſt in der That beklagenswerth! Es iſt ein armes verlaſſenes Kind, lebend von der Gnade ihres Oheims, unſeres regierenden Herzogs von Parma. Dieſe Abhͤngigkeit hat ſie ſchüchtern und beklommen gemacht, ſie fürchtet immer zu beleidigen und wagt daher kaum den Mund zu öffnen! Zudem hat man ſie ſchlecht erzogen! Vielleicht wäre es moͤglich geweſen

ihre ſchwachen Geiſteskräfte ein wenig zu heben. Allein

man hat ſich nicht dieſe Mühe geben wollen, ſtatt ſie zu wecken, hat man ſie immer mehr verdummen laſſen! Sie beſchäftigt ſich mit nichts Anderem als mit Sticken und mit Nähen. Ihr ſeht, Prinzeſſin Eliſabeth Far⸗ neſe iſt keine Gemahlin für König Philipp.

Und Ihr ſagt, ſie ſei ſehr ſchön? fragte die Prin⸗ zeſſin gedankenvoll.