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Schön iſt ſie freilich, ſchön von Geſicht und wun⸗ dervoll gebaut! Aber was hilft die Schönheit ohne Geiſt! Ich könnte Euch zu dieſer Verbindung nicht rathen. Sie bietet zu kleine Vortheile dar!
Alſo doch Vortheile? fragte die Prinzeſſin lebhaft.
Der einzige Vortheil, ſagte Alberoni, der einzige Vortheil wäre vielleicht, daß Eliſabeth Farneſe Anrechte auf Parma und Toscana hat und dadurch wäre viel⸗ leicht ein Mittel gefunden, die ſpaniſche Macht in Ita⸗ lien, welche durch Oeſterreich vernichtet worden, wie⸗ der herzuſtellen! Aber dieſer, vielleicht imaginäre Vor⸗ theil iſt zu unbedeutend, er wiegt den Mangel alles Geiſtes nicht auf! Eliſabeth Farneſe iſt keine Königin für Spanien!
Wieder warf Alberoni einen ſchnellen, durchbohren⸗ den Blick auf die Prinzeſſin. Sie blickte gedankenvoll vor ſich nieder, aber ihre Lippen umſpielte ein ſtolzes, zufriedenes Lächeln.
Plötzlich ſtand ſie auf und Alberoni die Hand rei⸗ chend ſagte ſie: ich danke Euch, mein Freund! Ihr habt mir da einen wichtigen Dienſt geleiſtet, indem Ihr mir dieſe Prinzeſſinnen charakteriſirtet. Vielleicht


