her die Vergebung Gottes von ſeinen Prieſtern ſich einzuhandeln.
Aber die übermüthigen Prieſter, ermuthigt von La Chaiſe, und nur noch kühner gemacht von der Demuth des Königs, donnerten immer ſtürmiſcher herab gegen ſein ſündenvolles Leben. Und dennoch verſäumte es der König niemals der Meſſe und Predigt beizuwoh⸗ nen. Dennoch hörte er mit gottergebener Andacht die⸗ ſen donnernden Strafpredigten ſeiner Prieſter zu.— Einſt predigte im Beiſein des Königs und ſeines Ho⸗ fes ein Prieſter in Notre Dame gegen die Sünde des Ehebruches, und er rief den Fluch des Himmels her⸗ ab auf die Sünder, welche dieſem Verbrechen ſich hin⸗ gegeben. Der ſtaunende und entſetzte Hof erblaßte. Man ſah angſtvoll und zitternd auf den König, man wollte in ſeinem Geſichte leſen, wie man ſich dieſer unerhörten Kühnheit des Prieſters gegenüber zu ver⸗ halten habe. Das Geſicht des Königs zeigte indeß weder Zorn noch Unzufriedenheit, und ſich, nachdem der Prieſter ſeine zürnende Rede geendet, an ven Her⸗ zog von Montauzier wendend, fragte der König: nun, mein Herr, wie gefällt Euch dieſe Rede?
Der Hofmann erbleichte, ſeine ganze Zukunft, die
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