Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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welche in allzuſtürmiſcher Haſt das Leben genoſſen, fühlte er ſich endlich überſättigt.

Er hatte damit angefangen ein Wüſtling zu ſein, deshalb endete er damit, ein Pietiſt und Betbruder zu werden. Das Eine iſt die natürliche Folge des An⸗ dern. Er hatte in der Jugend zu viel geſündigt, um nicht im Alter in zerknirſchter Angſt die zitternden Hände zu Gott empor zu falten um ein wenig Gnade, ein wenig Erbarmen!

Nun ſchreckten ihn die furchtbaren Drohworte des zürnenden Beichtvaters, nun fühlte er ſein Herz zer⸗ riſſen von den ſanften, aber unerbittlichen Vorwürfen der Marquiſe Maintenon. Nun zitterte er nicht mehr

vor dem Zorne der Marquiſe Montespan, aber deſto mehr vor dem vergeltenden Zorne Gottes.

Er hatte geſündigt, ſo lange er jung geweſen, jetzt, da er alt geworden, wollte er Gott und die Welt glau⸗ ben machen, daß er tugendhaft ſei.

Seine Demuth gegen die Prieſter Gottes war daher grenzenlos, ſie hatten das Himmelreich zu vergeben, durch ſeine ergebungsvolle demüthige Reue, durch Geſchenke, welche er den Kirchen machte, durch fromme Stiftun⸗ gen und Gründung mildthätiger Vereine hoffte er da⸗