Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Ihr hattet Recht, ehrwürdiger Vater, ſagte der Kö⸗ nig am andern Tage zu La Chaiſe, Eurer Weisheit

entgeht nichts, und ich bewundere Euch eben ſo ſehr,

als ich Euch verehre! Dieſer Brief war in der That

nicht von der Marquiſe, ſondern die Witwe Scarron

hat ihn geſchrieben. Aber lest nur, wie glühend ihre

Sprache, wie leidenſchaftlich der Ausdruck ihrer Zärt⸗

lichkeit iſt! Und denkt nur, es iſt ihr erſter Liebes⸗ brief, ſie hat noch niemals geliebt!

La Chaiſe las den Brief, dann ſagte er lächelnd: es mag wahr ſein, daß dies ihr erſter Liebesbrief iſt, aber wenn ſie früher nicht empfunden hat, ſo muß ſie jetzt empfinden, wer ſo glühend ſchreibt, der muß auch glühend fühlen. Es iſt Wahrheit in dem Aus⸗ druck ihrer Zärtlichkeit.

Ihr meint, daß ſie jetzt liebt? fragte der aang leb⸗

haft.

Ich bin es überzeugt, und ich meine, es in dieſem Briefe zu leſen!

Der König ward nachdenklich..

Ich that dieſer Frau Unrecht! ſagte er. Ich hielt ſie für eine kalte herzloſe Gelehrte, für eine jener Prü⸗ den. die ſtolz ſind auf ihre niemals in Verſuchung ge⸗