Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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mit einem ſolchen Ausdruck der Zärtlichkeit und des Flehens, daß Ludwig ſich unwillkührlich erweicht fühlte von dieſem Anblick.

Es iſt nicht meine Abſicht, Sie zu betrüben, Ma⸗ dame, ſagte er, obwohl Sie allerdings eine kleine Lection verdient haben für dieſe Täuſchung da!

Und er zeigte lächelnd auf die Briefe, aber dann hob er die Marquiſe in ſeine Arme.

Sire, ſagte ſie, ihn feſt umklammernd, Sire, Sie ſind mein Glück und meine Seligkeit, meine Gottheit und meine Unſterblichkeit! Möge meine Seele in aller Ewigkeit verloren ſein, möge der Papſt, die Kirche, und die ganze Welt mich verdammen, ich werde mich dennoch glückſelig und hochbegnadigt nennen, wenn mir nur Eure Liebe bleibt! Eure Liebe iſt meine Welt und meine Seligkeit, ich verlange keine andere!

Der König vermochte es nicht, einer ſolchen glühen⸗ den Zärtlichkeit zu widerſtehen, und umſchlungen von den Armen ſeiner Geliebten vergaß er, daß ſie ihn be⸗ trogen, und er ihr hatte zürnen wollen.

Aber den Originalbrief der Witwe Scarron nahm er mit ſich, um ihn noch einmal zu leſen, und ſeines köſtlichen Inhalts ſich zu erfreuen!