Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Stimmen hörte, ließ der König unbemerkt und ge⸗ räuſchlos den Vorhang wieder fallen, und trat gedan⸗ kenvoll den Rückweg zu ſeinen Gemächern an. 3 Der Zufall wollte, daß in dieſem Augenblick die Marquiſe Montespan aus einer dieſer Thüren trat, an welchen der König vorüberſchritt.

Sie war in reichſter und köſtlichſter Parure, Hals und Buſen ganz entblößt, ganz das Bild der üppig⸗ ſten Schönheit, ſtrahlend in Luſt, voll übermüthiger Keckheit und ſtolzer Sicherheit. 7 In dieſem Augenblick fühlte ſich der König verletzt von dem Anblick dieſer ſtolzen, ſiegreichen Schönheit, die in Luſt und Freude ſtrahlte, während ihre Kinder krank darnieder lagen.

Madame, ſagte er, es iſt wahr, Sie ſind durchaus eine ſiegreiche Göttin, aber es iſt doch ſehr gut, daß wir da drin eine Heilige haben, denn die Göttin aller⸗ dings kann ſich nicht herablaſſen, ihre Kinder zu pflegen!

Und ohne der erſtaunten Marquiſe Zeit zu einer Antwort zu laſſen, ſchritt der König vorüber, und be⸗ gab ſich in ſeine Gemächer.

Eine Stunde ſpäter überbrachte der Pater La Chaiſe