Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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ginnt er zuweilen zu ermatten, ſchon klopft zuweilen an dieſes von Sinnenluſt berauſchte Herz das Gewiſ⸗ ſen leiſe an, und mahnt ihn an die Strafe, welche dort oben den Sünder und CEhebrecher trifft, wenn er nicht auf Erden ſchon in ſich gehet und bereuet! Ihr, Francoiſe, müßt ihn eine keuſche Liebe kennen lehren, Ihr müßt ihn die Sünde und das Laſter verachten, und die Tugend des Weibes kennen lehren, ich werde ihn erbeben machen vor dem Gotte des Zorns und der Rache, ſo wird er unſer werden, und wir werden ihn beherrſchen, Sie, durch Ihre Tugend, ich, durch meinen Gott! Aber es wird langſam geſchehen, wir müſſen warten, bis das Laſter ihn erſchöpft, bis die Sünde ihn überſättigt hat! Dann, Francoiſe, wenn er mit entnervten Gliedern, mit überſättigten Sinnen, in der Langenweile eines verödeten Daſeins, auf welchem ihm keine Blume des Genuſſes mehr blüht, ſich um⸗ blickt nach Troſt und Erheiterung, dann iſt unſere Stunde gekommen, und wir werden ihn beherrſchen, indem wir ihn ſeinem Gotte verſöhnen!

Hier meine Hand! rief Francoiſe begeiſtert. Ich bin die Eure! Meine ganze Zukunft liegt in Euren Händen!