Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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La Chaiſe fuhr fort: Erinnert Ihr Euch noch jenes Tages, an welchem wir den Palaſt der Gräfin d'Olonne beſuchten? Erinnert Ihr Euch jener Prophezeihung, welche Euch und mich damals, wie mit einem electri⸗ ſchen Blitze, durchzuckte?

Francoiſe erblaßte, und unwillkührlich fortgeriſſen von dieſen Erinnerungen ſagte ſie: oh ja, ich habe oft, ich habe täglich an dieſe Prophezeihung gedacht! Sie iſt mein Troſt und meine Verzweiflung, meine Hoffnung und meine grenzenloſe Qual geweſen! Jetzt bin ich re⸗ ſignirt, jetzt habe ich mein Herz gelehrt zu ſchweigen und ſich zu reſigniren! Ah, dieſes arme Herz, es hat niemals eine andere Liebe kennen gelernt, es hat an dieſer Prophezeihung gehangen, wie an dem heiligſten Ideal ſeines Lebens! Nun iſt es vorüber, ich hoffe und erwarte nichts mehr, als die Gnade Gottes! Blickt um Euch, ſeht dieſes ärmliche Zimmer, das iſt nach funfzehn Jahren des Harrens und Duldens das einzige Königreich der Frau, welcher jene verlockende Prophezeihung verhieß, daß ſie die Gemahlin eines Königs ſein würde!

Und dennoch iſt es jetzt die rechte Zeit, um an jene Prophezeihung zu denken, rief La Chaiſe. Dennoch