Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Chaiſe, und nun ſie gekommen, bin ich da, und biete Euch meine Dienſte an!

Jetzt iſt es zu ſpät! In einigen Tagen verlaſſe ich Paris und Frankreich auf immer! Seht hier dieſes Blatt, es iſt der Contract, welcher mich zur Kammer⸗ frau der Herzogin von Nemours, zukünftigen Königin von Portugal, macht!

Und Francoiſe reichte dem Pater das Blatt dar.

Er überflog es mit ſeinen Blicken, und es ihr wie⸗ der darreichend, ſagte er: es fehlt dieſem Contract noch Eure bindende Unterſchrift, und ſehet hier dieſen dicken, ſchwarzen Federſtrich, welcher dieſe Schrift ganz durch⸗ ſtrichen und ſomit ungültig gemacht hat!

In der That, dies iſt ein merkwürdiger Zufall! rief Francoiſe erſtaunt.

Nein, es iſt kein Zufall! ſagte La Chaiſe feierlich, es iſt Gott ſelber, welcher Euch ſeinen Willen zu er⸗ kennen giebt! Ihr werdet nicht nach Portugal gehen!

Es lag etwas ſo Gebieteriſches, Stolzes in dem Tone, mit welchem La Chaiſe dieſe Worte ſprach, daß die Witwe Scarron unwillkührlich erbebte, und ſtau⸗ nend in das ernſte, noch immer ſchöne Antlitz des Prieſters blickte.