Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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26 ob ſie ſich nicht getäuſcht, und ob dieſer hohe Ritter, welcher durch eine Art Gewiſſensehe ſie an ſich ge⸗ feſſelt, nicht in der That, wie ſie vermuthete, ein ge⸗ weiheter Diener des Herrn ſei!

Der Cardinal ſank hochathmend an die Wand zurück.

Die Signora begehrte meinen Rath in dieſer Ange⸗ legenheit, ſte wollte durchaus wiſſen, wer ihr heim⸗ licher Cheherr und Gemahl ſei. Ich verlangte irgend ein Kennzeichen, irgend einen Faden, um dieſes Laby⸗ rinth zu ergründen. Der Erfolg davon war, daß die Signora heimlich ihrem Geliebten etwas entwendete, was er an ſich trug, und es mir übergab, um da⸗ durch den Beſitzer zu erforſchen!

Und was gab ſte Euch? fragte der Cardinal, und verſuchte zu lächeln.

La Chaiſe erwiderte leiſe: Eminenz! Die Signora Comteſſa Eleonora da Manilla übergab mir dieſes Paar Handſchuhe, das der Cardinal Petrono ſo eben für ſein Eigenthum erkannte.

Der Cardinal war ſprachlos, er fühlte ſich einer Ohnmacht nahe. La Chaiſe aber faltete gelaſſen die Handſchuhe wieder zuſammen, und ſchob ſie in ſeine Buſentaſche.