Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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fort. Ich bin der Beichtvater einer ſehr bekannten römiſchen Schönheit, und da ich auf dem Grunde ihres Herzens einen Funken der Tugend und des Heils zu entdecken meinte, überwand ich meinen natürlichen, moraliſchen Widerwillen, und beſuchte faſt täglich das Haus dieſer berühmten Schönen, um durch Worte der heiligen Schrift und durch fromme Ermahnungen ſie von ihrem laſterhaften Wege ab, und zur Tugend zu⸗ rückzuführen!

Ein ſehr gewagtes Unternehmen! ſagte der Cardinal.

Was aber anſcheinend ſogar höhere Geiſtliche, und erhabenere Geiſter bei dieſer Schönen verſucht haben! fuhr La Chaiſe fort. Denn die Schöne entdeckte mir, daß ſie oft den Beſuch eines vornehmen Herrn em⸗

pfange, den ſie, obwohl er in ritterlicher Kleidung zu

ihr komme, dennoch für einen hohen Geiſtlichen halte.

Der Cardinal erblaßte.

Mein Gott, Ew. Eminenz wird unwohl! 6 La Chaiſe theilnehmend.

Nicht im mindeſten, ſagte der Cardinal, ſi ch auf⸗ raffend, fahren Sie fort!

Die Damen ſind neugierig, ſagte La Chaiſe, und dieſe ſchöne Comteſſa war unendlich begierig zu wiſſen,