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Marianna iſt es, die ihre Herrin verrieth! ſagte La Chaiſe feierlich. Marianna war es, welche die Signora eines ſträflichen Verhältniſſes anklagte mit mir, dem Diener Gottes, welcher allein die Kirche ſeine Geliebte nennt!
Und warum that ſie dies? fragte Sauvr Marga⸗ retha ſchmerzvoll.
Ja, warum that ſie es? fragte der Cardinal, und
blickte ſcharf und prüfend in La Chaiſe's Angeſicht.
Sie that es, ſagte La Chaiſe feierlich, weil in ihrem eigenen Herzen eine verbrecheriſche Liebe wohnte, und weil ſie diejenige verderben wollte, welche ihren hoch⸗ ſtrebenden Planen im Wege ſtand!
Sie liebte den Marcheſe? rief die Signora.
Dieſes Mährchen iſt nicht übel auserſonnen! lachte der Cardinal.
Dies iſt ſo wenig ein Mährchen, daß ich Ew. Emi⸗ nenz ſogleich den Beweis des Gegentheils geben will, rief La Chaiſe. Gerührt von meinen Ermahnungen hat mir Marianna ein ganz offenes Bekenntniß abgelegt, ſte hat mir geſtanden, daß heute der große Tag der Entſcheidung iſt, daß heute noch die Signora Marga⸗ retha ſterben ſoll an dem Gift, welches der Marcheſe


