ſich zu dieſem Zwecke verſchafft, und das Marianna ſelber in der Signora Trank gemiſcht.
Ein Ausruf des Entſetzens tönte von der Marcheſa und des Cardinals Lippen.
Ah, man will mich vergiften! rief die Signora angſt⸗ voll, und ſprang empor, als wolle ſie entfliehen.
Könnte dies dennoch Wahrheit ſein! rief der Cardinal.
Es iſt Wahrheit, ſagte La Chaiſe, und nahm von dem Tiſchchen das mit Limonade gefüllte Kelchglas.— MNargaretha athmete erleichtert auf. Marianna hatte dies eine Viertelſtunde zuvor hereingebracht, und indem ſie es hinſetzte, hatte ſie leiſe zu der Signora geſagt: „trinken Sie nicht, und Sie ſind gerettet!“—
Das war Alles, was die Signora von dieſer Ver⸗ ſchwörung wußte, aber indem La Chaiſe jetzt dieſes Glas nahm, welches Marianna mit ſo bedeutungs⸗ vollen Worten hingeſtellt, fühlte und wußte die Sig⸗ nora, daß ſie in der That jetzt gerettet ſei.
Wie geſagt, La Chaiſe nahm das Glas mit Limo⸗ nade, und dann rief er dieſes kleine Bologneſer Hündchen herbei, das auf ſeinem Kiſſen lag, und mit klugen Augen jede Bewegung ſeiner Herrin verfolgte.
Ah, ſagte die Signora ſchmerzlich, um mir zu be⸗


