Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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zurück, aber ein glühendes Roth färbte ihre bleichen Wangen, und verrieth dem Pater die Freude, die ſie empfand, ihn wieder zu ſehen.

Dies iſt eine Unverſchämtheit ohne Grenzen! rief der Cardinal, der bis dahin vor Ueberraſchung und Zorn keines Wortes mächtig geweſen. Beim allmäch⸗ tigen Gott, ich werde dieſen frechen Sünder zu züch⸗ tigen wiſſen, und ihn mit ſammt ſeiner Buhlerin ewiger

Schande und Verdammniß dahin geben!

Und der fromme und indignirte Cardinal wandte mit einem Blick voller Verachtung ſich ab, und eilte der Thüre zu. G

La Chaiſe hielt ihn zurück. Ihr werdet dieſes Alles nicht thun, Eminenz, ſagte er ruhig, ſondern Ihr wer⸗ det vor allen Dingen mich anhören!

Und wider ſeinen Willen führte er den Cardinal zu dem Divan zurück, welcher neben dem Ruhebette der Marcheſa ſtand.

Ich bin hieher gekommen, weil ich wußte, daß ich Se. Eminenz hier treffen würde, ſagte La Chaiſe und verneigte ſich vor der Marcheſa, die Signora möge mir daher verzeihen, wenn ich es wage, auf dieſe Weiſe in dies geheiligte Gemach einzutreten.