Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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beleidigten Gemahls, ich will Dir ein Kloſter öffnen, das Dich und Deine Schande verbergen ſoll.

Ich bin unſchuldig, ich habe nichts zu bereuen, und ich will nicht in ein Kloſter gehen! rief die Marcheſa unter Strömen von Thränen.

Du lügſt! donnerte der Cardinal. Die Briefe dieſes elenden Paters ſind der unwiderlegliche Beweis Dei⸗ ner Schuld, dieſe Briefe ſind in den Händen Deines Gemahls, und wenn Du Dich meinen Befehlen nicht unterwirfſt, und wenn Du nicht in dieſer Stunde noch Dich reuevoll und zerknirſcht zu meinen Füßen nieder⸗ wirfſt, ſo werde ich das Gericht ſeinen Gang gehen laſſen. Die ganze Welt wird Deine Schande erfahren, Du wirſt lebenslängliches Gefängniß, Dein Geliebter wird einen ſchmachvollen Tod zu erleiden haben. Wähle alſo jetzt!

Nein, Signora, wählen Sie noch nicht! ſagte eine Stimme hinter ihnen, und als der erſchrockene Car⸗ dinal ſich umwandte, traf ſein Blick das ruhige und ernſte Geſicht des Pater La Chaiſe.

Signora Margaretha erhob ſich halb von ihrem Divan, als wolle ſie dem Pater entgegeneilen, dann aber, ſich beſinnend, ſank ſie hochathmend in die Kiſſen