Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Marcheſe, wen Ihr wollt, nur kommt ſo bald als möglich!

Und ihm leicht mit dem Kopfe nickend, verſchwand Marianna in dem Corridor. La Chaiſe drückte die Thüre auf, welche zu den Gemächern der Marcheſa führte. Er ſtand jetzt in dem zweiten Vorzimmer, und von hier aus gelangte man durch einen nur mit Vor⸗ hängen verdeckten Eingang in das Schlafzimmer der Marcheſa.

La Chaiſe ging geräuſchlos bis zu dieſem Vorhang und horchte.

Er hörte die ſanfte und melodiſche Stimme der Sig⸗ nora, und die ſtolze, trockne und gebieteriſche Stimme des Cardinals Petrono, des Oheims der Signora.

Margaretha weinte, ſie betheuerte dem Cardinal mit den heiligſten Schwüren ihre Unſchuld, ſie verſicherte niemals Briefe von La Chaiſe bekommen, niemals ihm ein Rendezvous bewilligt zu haben.

Der Cardinal ſuchte ſie anfangs mit Bitten und Flehen, dann mit Drohungen und Verwünſchungen zum Geſtändniß zu bringen!

Bereue! ſagte er, und ich will verſuchen, Dich zu retten. Ich will Dich ſchützen vor der Wuth Deines