Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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aus einem mir bekannten geheimen Fache ſeines Schreib⸗ tiſches, und in dieſem ſelben Fache fand ich zugleich einige ſehr zärtliche, ſehr hingebende Briefe der Com⸗ teſſa Toriglia.

Du ſiehſt alſo, daß ich Dich nicht betrog, ſagte La Chaiſe, indem er gelaſſen ſeine, von Marianna ihm dargereichten Briefe in ſeinem Buſen verbarg.

Nein, Ihr betrogt mich nicht! ſagte die Römerin zähneknirſchend, aber dieſer elende Bube, der Marcheſe, er hat zwei Weiber zugleich betrogen! Ach, er ſoll dafür büßen, das ſchwört Euch Marianna, welche ihn heute ebenſo grenzenlos haßt, als ſie ihn geſtern noch liebte!

Die Rache iſt ein heiliges, ein göttliches Geſetz! ſagte der Prieſter La Chaiſe feierlich. Rächt doch Gott den kleinſten Fehler, welchen die armen Erdenwürmer begehen! Warum alſo ſollten wir uns nicht rächen an unſers Gleichen?

Ja, warum ſollten wir uns nicht rächen? wieder⸗

holte Marianna mit einem grauſamen Lachen, und folgte La Chaiſe, der ſchnell die mit Teppichen belegte Treppe hinauf eilte.

Sie ſtanden jetzt in dem kleinen Vorzimmer, von