Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Bald wird es Keiner mehr ſein! ſagte Marianna faſt triumphirend. Ich war zu ſchwach, meiner Ge⸗ bieterin den Tod zu geben, obwohl ich es gekonnt hätte, denn ich beſitze ein ſicheres und unfehlbar wir⸗ kendes Gift, aber ich dachte an alle die Wohlthaten, die ſie mir erzeigt, nein, ich konnte ſie nicht tödten! Aber ich beobachtete ſie, ich machte mich zum Spion ihrer geheimſten Handlungen, und bald entdeckte ich, daß ſie eine Liebe im Herzen trage. Ich machte mich zum Vertrauten dieſer Liebe, ich beſtegte ihren Wider⸗ ſtand und beredete ſie, ihrem Geliebten heimliche Zu⸗ ſammenkünfte zu bewilligen.

Und dann, als der Geliebte kam, riefſt Du den Gemahl? fragte La Chaiſe.

Nein, das that ich nicht, denn das hätte einen off⸗ nen Scandal gegeben, und der Marcheſe hält auf ſei⸗ nes Namens Ehre. Nein, ſie mußte ſicher, aber laut⸗ los getroffen werden! Ich las aber immer heimlich die Briefe, welche meine Gebieterin von ihrem Geliebten empfing, und als endlich in einem dieſer Briefe der begünſtigte Liebhaber von einem köſtlichen Rendezvous ſprach, das in der verfloſſenen Nacht ihm ſeine Ge⸗ liebte gegeben, da brachte ich dieſen Brief dem Mar⸗