Unternehmen; nun, und wenn es der Himmel nicht thut, ſo wollen wir ein wenig die Hölle und den Teu⸗ fel zu Rathe ziehen!— Gelobt ſei Jeſus Chriſtus, unterbrach ſich hier La Chaiſe ſelber, und erwiderte damit den frommen Gruß eines Chriſten, der ſo eben in die andere Hälfte des Beichtſtuhles getreten war, und ſeine Beichte abzulegen begehrte.
Und der fromme Pater legte das Ohr an das Git⸗ ter, und vernahm die Beichte irgend eines reuigen Sünders. 3
Indeſſen hatte der Morgengottesdienſt ſeinen Anfang genommen, und die Kirche ſich mit Gläubigen gefüllt. Vor dem Beichtſtuhle Giralomo's knieeten mehr denn zwanzig in ihre Schleier gehüllte Frauengeſtalten, und La Chaiſe's Herz klopfte hoch vor Freude, denn in
einer von ihnen erkannte er trotz des verhüllenden
Schleiers die ſchöne Marianna, der Gräfin Marga⸗ retha del Caniglio Kammerzofe.— Sie war die zwölfte in der Reihe der Knieenden, und es bedurfte daher vielleicht noch mehrerer Stunden, bevor die Reihe zu beichten an ſie kam. La Chaiſe beſchloß, die Bekennt⸗ niſſe der Büßenden ein wenig abzukürzen, und ihnen, ſtatt ſie lange zu martern mit Vorwürfen, ſehr bald


