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größer ſein! Und zu dieſem großen Werke, das ich begonnen, dem ich mich hingebe mit meiner Seelen innerſter Thatkraft, mit meines Lebens innerſtem Nerv, zu dieſem Werke will ich keine andern Bundesgenoſſen haben, als die Frauen! Die Weiber ſind die natür⸗ lichen Bundesgenoſſen der Prieſter, und es müßte ſeltſam zugehen, wenn dieſe beiden Verbündeten nicht im Stande wären, ſich Reiche und Länder, Fürſten und Völker zu unterwerfen!
Und nachdem La Chaiſe ſo geſprochen, ging er zu Margaretha del Caniglio, des Cardinal Patrono ſchöne Nichte, und die gefeierteſte und geiſtreichſte Dame von Rom. Margaretha liebte ihn wirklich, und er ſchwur, daß er ſte liebe, denn er bedachte, daß ſie des Car⸗ dinals Nichte, und daß Patrono von großem Einfluß auf Papſt Alerander ſei!
Es war wenige Tage nachdem La Chaiſe das Un⸗
terwerfungsſchreiben des Biſchofs von Bayeur in des
Papſtes Hände niederlegt, als ganz Rom von einem höchſt ſeltſamen, und nie geſehenen Schauſpiel in Be⸗ wegung geſetzt ward. Man ſah nämlich durch die Straßen in feierlichem Aufzuge eine Art Prozeſſion dahin ſchreiten, die in ihrer Neuheit und Seltſamkeit


