Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Anſelmo den Vorhang zurück, und ließ mich die Welt ſehen, wie ſie iſt, voll Schmutz und Erbärmlichkeit, voll Niedrigkeit und Tücke. Ich gab mein Herz der Freundſchaft hin, und Anſelmo ſagte mir, daß die Freundſchaft eine Lüge ſei, eine ſchmachvolle Heuchelei. Ich zweifelte, es ward mir ſo ſchwer an die Untreue meiner geliebten Freundinnen, die mir täglich Liebe ſchworen, denen ich täglich Geſchenke machte, zu glau⸗ ben! Anſelmo verſprach mir Beweiſe, er ließ mich aufhören mit dieſen Geſchenken, mit welchen meine freigebige Hand meine jungen Freundinnen überſchüttete, und es ſchien mir, als ob dieſe Freundinnen kälter würden und zurückhaltender. Anſelmo hieß mich, ſie endlich eine nach der andern um eine Gefälligkeit bitten, ich mußte ihnen erzählen, daß ich in meiner Verſchwendungsſucht bedeutende Schulden gemacht, daß ich zittere vor dem Zorn meines Bruders, ich mußte ſie bitten um ein bedeutendes Darlehen! Ach, ſie hät⸗ ten nur einen Theil der koſtbaren Geſchenke, die ich ihnen gegeben, verwerthen können, um meine Bitte zu erfüllen. Das, ſagte ich zu Anſelmo, das werden ſie thun! Voll Vertrauens fuhr ich von einer Freundin zur andern,— ſie hatten Alle für mich mitleidige