Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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mit entzückenden, berauſchenden Bildern die Welt, und ich hörte ihm zu mit ſeligem Lächeln, und ahnungsvoll klopfender Bruſt. Da draußen war die Welt, das Glück, und ich— ich war eine Gefangene, einſam, in einem öden, düſtern Schloſſe,— ich gelobte Alles, ich ſchwur mit heiligen Eiden, in einem Jahr Anſelmo anzugehören, in einem Jahr ſeine Liebe zu erwiedern, — was kümmerte mich die ferne Zukunft, wenn ich dadurch die Welt mir erkaufen konnte und das Glück!— Morgen verlaſſen wir dies Schloß! rief Anſelmo, nachdem ich den Eid geleiſtet, und mit triumphirenden Blicken eilte er zu Pater Joſeph hin.

Anſelmo hielt Wort,— am andern Tage brachen wir auf nach Wien, und als wir einfuhren in die Kaiſerſtadt, da ſagte Pater Joſeph mit ſeinem ſüßen, diaboliſchen Lachen: Da hätten wir nun die ſchöne, längſt erſehnte Welt! Oh, was gilt es, in einigen

Monaten wird Natalie dieſe Welt verfluchen und ver⸗

abſcheuen, und das Kloſter, wo allein Troſt und Ruhe zu finden iſt, das Kloſter wird ihr als eine Rettung erſcheinen!

Pfui über dieſe erbärmliche Welt, in der nichts iſt als Falſchheit und Lüge! ſagte mein Bruder zähneknirſchend.