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und an den Kaiſerhof, an welchem ich, als die Toch⸗ ter eines alten, reichsgräflichen Geſchlechtes, beſtimmt war eine bedeutende Stellung einzunehmen.— Ich war gänzlich dem Willen und der Beſtimmung meines Bruders anheim gegeben, und Ferdinand haßte mich, weil mein Daſein ihn um die Hälfte ſeiner Erbſchaft betrog, weil mir mein Vater die Hälfte ſeiner unge⸗ heuren Reichthümer teſtamentlich vermacht hatte. Und Ferdinand, mein Bruder, hatte nur Eine Leidenſchaft, den Geiz nämlich, und er konnte es nicht ertragen, zu denken, daß in wenigen Jahren, ſobald ich mein ſechszehntes Jahr erreicht, er teſtamentlich verpflichtet ſei, an mich die Hälfte dieſer reichen und ſchönen Beſitzungen abzutreten, und meinen Bevollmächtigten Rechenſchaft abzulegen über die Verwaltnng meines Vermögens. Es gab ein Mittel dies zu vermeiden! Wenn ich mich entſchloß in ein Kloſter zu gehen, blieb
mir, ſo hatte mein Vater es beſtimmt, nur der vierte
Theil meines Vermögens, das übrige fiel an meinen Bruder zurück. Sie muß alſo in ein Kloſter gehen, ſie iſt alſo für ein Kloſter beſtimmt, ſagte mein Bruder zu ſich ſelber, I. 4


