Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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vor ſeiner Härte und ſeiner Untreue ihr Herz gebrochen, darum hatte ihr Blut ſich vor zornigem Schmerz in Galle verwandelt, und dies Blut meiner Mutter, ſie hatte es auf mich, auf das Kind übertragen, welches unter ihrem Herzen ruhte, während ſie ſo viel Leid erduldete, während Liebeszorn und Schmerzespein ihr Herz zerriß. Ja, meine Mutter ſtarb, nachdem ſie mich geboren, und mein Vater verging langſam an dem Fluche, den ihre ſterbenden Lippen über ihn aus⸗ geſprochen. Er hatte ihre Liebe nicht begreifen können,— er hatte ſich entſetzt vor ihrer Leidenſchaftlichkeit. Denn meine Mutter war eine Italiänerin, das glühende Blut des Südens floß durch ihre Adern, und ſie ſtarb an der Kälte dieſes nordiſchen, deutſchen Mannes. Er war ihr wie ein Gletſcher, ſo kalt, ſo ſtolz und präch⸗ tig, ſie konnte ihn nicht zerſchmelzen mit ihrem Feuer, ſie konnte nur ſelber e weiter nichts!— Als mein Vater ſtarb, hinterließ er nur zwei Kinder. Einen ſchon erwachſenen Sohn aus einer früheren Ehe mit einer Deutſchen, und mich, das Kind der Italiänerin. Mein Bruder ward mir als Vormund beſtellt, er ſollte wachen über meiner Erziehung, meiner Bildung, er ſollte mich, wenn ich erwachſen, einführen in die Welt,