Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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drückte mit einer Nadel gerade in das Auge des hei⸗ ligen Antonius. Das Bild ſprang von einer unſicht⸗ baren Feder berührt, zurück, und ein anderes zeigte ſich unter demſelben.

Das iſt Richard! ſagte ſie frohlockend.

Mein Gott, rief ich, auf das Bild blickend, das einen ſchönen jungen Mann mit dunklen Augen und ſchwarzem, lang herabwallendem Haar darſtellte, mein Gott, dieſe Züge kommen mir unendlich bekannt vor! Ja, jegt weiß ich es, das Bild gleicht unendlich einem Bekannten von mir, dem Reichsgrafen Hugo von P...... o. 1

Es iſt ſein Bruder, ſagte ſie ruhig, und küßte das Bild, das ſie dann wieder ſorgfältig hinter dem hei⸗ ligen Antonius verbarg. 34

Jetzt will ich Dir von ihm erzählen! ſagte ſie.

Nein, zuerſt von Dir, bat ich dringend. Erzähle mir von Deiner Jugend, und von Deiner Kindheit, von Deiner Heimath, und von Deiner Mutter!

Meine Mutter! Ich habe ſie nicht gekannt! Sie ſtarb, als ſie mich gebar, ſie ſtarb, indem ſie meinem Vater fluchte. Denn er hatte ſie ſehr unglücklich ge⸗ macht, und ſie hatte ihn ſehr geliebt, und darum war