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Und es iſt wahr! Es laſtete etwas unendlich Dü⸗ ſteres, herzzerreißend Trauriges über dieſer Zelle, nichts war darin enthalten, als ein offenes Sarg, das Na⸗ talien als Lagerſtätte diente, und über welchem das kleine Stilet, als einiziger Schmuck dieſer kahlen, wei⸗ ßen Wände angebracht war. Dieſem troſtloſen Lager gegenüber ſtand ein ſchwarz angeſtrichenes Betpult, und in der tiefen Mauerniſche des kleinen vergitterten Fenſters ſah man vor einem binſengeflochtenen Schemel einen ſchwarzen Tiſch, auf welchem Natalie zu ſchreiben pflegte. Mir trieb es immer die Thränen in die Augen, wenn ich die hohe, königliche Geſtalt dieſes wundervoll ſchö⸗ nen Weibes in dieſer jammervollen Umgebung ſah, aber heute erfüllte mich der Anblick dieſer Zelle mit doppel⸗ tem Entſetzen. Das weiße, grobe Linnenzeug, das Nataliens Sarg zu einem Lager umgeſtaltete, das Kiſſen, auf welchem Nachts ihr Haupt ruhte, es war in Blut getaucht, es triefte von friſchem, noch nicht getrocknetem Blute.
Unwillkührlich ſtieß ich einen Schrei des Entſetzens aus, Natalie folgte der Richtung meines Blickes.
Oh mein Gott, ſagte ſie erſchreckend, ich vergaß dies!
Du haſt geblutet? fragte ich bebend.


