Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Nun ja! Da meine Gedankenloſigkeit es Dir ver⸗ rathen hat! ſagte ſie. Ich habe dieſe Nacht einen Blutſturz gehabt! Irgend eine Ader in meiner Bruſt hat ſich geöffnet! Weiter nichts! Aber weine nicht, Kind, ich habe dieſen Zufall mit Freuden begrüßt, denn ich weiß genug von der Arzeneikunde, um nicht überzeugt zu ſein, daß dieſe purpurrothen Zeichen die Vorboten meiner baldigen Erlöſung ſind!

Ich ſtürzte zur Thüre hin, weinend vor Kummer!

Wo willſt Du hin? fragte Natalie, mich zurück⸗ haltend.

Ich will einen Arzt holen, ſchrie ich, außer mir.

Anſelmo? fragte ſie ſchneidend kalt.

Ja, Anſelmo, rief ich verzweiflungsvoll. Du ſollſt nicht länger Deine Leiden und Deine Krankheit ver⸗ bergen dürfen, Du ſollſt Dich nicht tödten! Um mei⸗ netwillen, Natalie, um meinetwillen habe Erbarmen, und verſuche ein Heilmittel für dies Leiden, unterwirf Dich der Behandlung eines Arztes!

Nein, Kind, das wäre zu grauſam gegen mich ſel⸗ ber gehandelt, ſagte ſie matt. Und Du, Du verlierſt nichts! Ich werde leben, ſo lange Du noch hier biſt,

nch, viel länger noch. Und wenn Du dann fott biſt,