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ich habe in allen Schmerzen mich geläutert, jetzt komme
ich zu Dir! 4 Wer war Richard? fragte ich, bemüht, ſie durch
meine neugierige Frage aus ihren Phantaſieen zu wecken. Sie ſchreckte zuſammen vor der Berührung meiner
Hand, und ſchien wie aus einem Traume zu erwachen. /
Weißt Du, ſagte ich, daß Du mir verſprochen, mir von Richard zu erzählen und von Deiner Vergangen⸗ heit? Du willſt nicht, daß ich Nonne werde, und bei Dir bleibe im Kloſter. Dann werde ich mich bald von Dir trennen müſſen. Soll ich ſcheiden, ohne ganz Dein Vertrauen gewonnen zu haben?
Sie ſchwieg, und blickte ſtarr hinauf zum Himmel, an dem dunkle Wolken langſam und ſchwerfällig vor⸗ überzogen.
Dann, nach einer Pauſe, ſagte ſie raſch: Ich will Dir erzählen von Richard und von meiner Vergangen⸗ heit! Komm hinauf in meine Zelle, da iſt es einſam! Komm!.
Sie nahm meinen Arm, und ſchritt raſcher wie ſonſt, dem Kloſter zu. Vor der Eingangspforte ſtand Anſelmo; die Arme in einander geſchlagen, das Haupt zurück⸗ gelehnt an die Wand, ſah er unverwandten Blickes


