Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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und umnebelte. Natalie ſtand abſeits und dieſe Nebel berührten ſie nicht, klar und hell wie ein Stern leuch⸗ tete ihr Antlitz durch die Weihrauchſchleier hindurch, wie ein Engel und ein Dämon zugleich war ſie an⸗ zuſchauen, Begeiſterung und Furcht erweckend.* Die Nonnen erhoben ſich von ihren Knieen und näherten ſich eine hinter der andern dem Altare, ſich verneigend vor dem heiligen Crucifix und den Segen empfangend

des Prieſters. Dann verließen ſie eine hinter der an-

dern die Kapelle. Ich hatte mich leiſe von der Frau Priorin losgemacht, ein unerklärliches Etwas zog

mich zurück in die Kirche. Leiſe und unbemerkt ſchlüpfte

ich hinter einen Pfeiler, denn, geſtehe ich es nur, ich wollte ſehen, ob Natalie, wie die andern, die Kapelle verlaſſen würde. Niemand hatte meine Liſt bemerkt, geſichert ſtand ich hinter meinem Pfeiler. Die Kapelle war leer. Die Chorknaben hatten die hohen Wachs⸗ kerzen ausgelöſcht, und ſich plaudernd und ſchäkernd entfernt. Still war es rings umher, und ich zitterte, daß das laute Klopfen meines Herzens mich verrathen könnte. Ein mattes Dämmerlicht lag über dem heili⸗ gen Raume, nur die ewige Lampe brannte am Altare, vor dem der Prieſter noch immer ſtand, die Arme über

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