Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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veränderlich, aber erhaben und göttlich ſchön waren ihre Züge.

Ein Zufall machte mich bekannt mit Natalien, der

ſteinernen Heiligen. Ich wollte nur das Kloſter ſehen und das Krankenhaus, ich hatte Empfehlungen an die Frau Priorin, und man führte mich bereitwillig durch die Krankenſäle und die Zellen der Nonnen. Die Kran⸗ kenſäle wollte ich raſch durcheilen, denn mir ſchauderte vor dieſen bleichen, kummervollen, abgezehrten Geſich⸗ tern, die aus all' dieſen Betten mir entgegenſtarrten, und es war mir, als ſchliche der Dämon der Krank⸗

heit hinter mir, um auch mich zu packen, und hohn⸗

lächelnd mich hinzuſchleudern auf eines dieſer ſargähn⸗ lichen Betten! Schon naheten wir uns dem Ausgange des letzten Saales. Unfern der Thüre ſtand noch ein Krankenbette, und auf demſelben ſchien ſich ein Weib in gräßlichen Qualen zu winden; Seufzer und Klage⸗

laute drangen von ihren Lippen, untermiſcht mit Ge⸗ beten der Angſt und Verzweiflung. An dieſem Lager ſtand Natalie; mit einer Hand wie von Eiſen hielt ſie die Kranke, welche entfliehen wollte in ihrem Deli⸗ rium, auf ihrem Lager feſt, und mit ruhiger Stimme,

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