Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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übergeben wollte! Und, wunderbar! der Prieſter hat ſein Wort gehalten! Ich konnte nicht an ihrem Sterbebette ſtehen, ich konnte ihr nicht die Augen zu⸗ drücken, dieſe ſchönen großen, tiefdunkeln Augen, in deren Blicken ſo viel Schmerz und ſo viel Größe lag! Und es war nicht die Ferne allein, die uns trennte, ſondern auch der grauſame Wille ihrer Kerkermeiſter! Ja wohl, es war eine irdiſche Liebe, welche die Nonne mir, dem Weltkinde, geweiht, und die Frau Priorin fürchtete für das Seelenheil der Nonne, welche ein Weltkind liebte, deshalb wollte die Pforte des Kloſters ſich mir niemals mehr öffnen, und deshalb mußten Nataliens Briefe verſtummen! Aber unſere Liebe zu einander, die konnten ſie nicht verſtummen machen, ſie hat das Leben überdauert und den Tod, und indem ich jetzt an Dich denke, und von Dir ſehreibe, Natalie, füllen ſich meine Augen mit Thränen, und ich küſſe dieſe lange kaſtanienbraune Flechte deines ſehönen Haa⸗ res, das Du mir einſt gegeben, und welche die grau⸗ ſame Scheere der Priorin an jenem Tage von Deinem Haupte ſchnitt, an welchem man Dich zur Nonne machte! Heilig iſt mir dies Haar, ich ehre es als ein theures Vermächtniß, und oft, wenn ich es an⸗