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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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gelten. Was der Schläfer in dieſer Gruft auch ge⸗ ſündigt hat, Herr und Diener ſind überwältigt wor⸗ den, und was ſie Böſes wollten, hat ſich in Gutes verwandelt. Winkel hat ein Teſtament hinterlaſſen und darin ſein Vermögen Hannchen vermacht; zudem habe ich unter den Geſchäftspapieren meines Vetters Deine von ihm unterzeichnete Anſtellung als Hütten⸗ meiſter gefunden. Komm morgen zu mir, Franz, ich will Dir Beides zuſtellen.

Er ging raſch fort, und eine Viertelſtunde ſpäter führte Franz ſeine Geliebte nach Hauſe, die zu weinen aufgehört hatte.

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Das Begräbniß des Grafen war vorüber, der junge Majoratsherr hatte das reiche Erbe angetreten, in dem großen Saale waren die nächſten Freunde und Verwandten der Familie beiſammen. Gräfin Leo⸗ nore, in ihrer ſchwarzen Wittwentracht, ſah wunderbar ſchön aus. Die Spitzenſchleier, welche ihr blaſſes Geſicht umgaben, die Perlenſchnüre in ihrem reichen

Haar, und der tiefe ſchwärmeriſche Blick ihrer dunklen

Augen bildeten ein anziehendes, bezauberndes Bild. Die Präſidentin ſchien mütterlich beſorgt um ſie; Graf