— 234—
und las die Anfangsworte des darin Geſchriebenen. Das iſt es, ſagte er, ich will es oben auf legen, um es auf der Stelle zu finden.— Nach einigen Minu⸗ ten ſchlug er das Fach zu, aber er ließ beide Schlüſſel im Schranke ſtecken und ſtand vor dieſem ſtill, ſo zur Seite gewandt, daß Winkel durch eine kleine Offnung des Vorhanges ſein Geſicht ſehen konnte.
Es iſt Alles bereit, ſagte Graf Derſchau, ich denke, das Mädchen wird ihre Sache gemacht haben.— Still! was war das?— Er horchte und ſchickte ſich zum Gehen an.— Es iſt nichts, fuhr er fort. Der Ju⸗ das wird in ſeinem Lederſtuhl ſitzen und lauern, bis er gerufen wird. Wart! dein Lohn ſoll nicht aus⸗ bleiben, aber er— er!— Bahl er gräbt ſich ſelbſt ſeine Grube, was geht es mich an! Er wird kom⸗ men, das Zeichen wird gegeben werden, wir werden ihn finden.— Unerträglicher Gedanke, fuhr er lang— ſam fort, mit dieſem Bettler zu theilen; zu dulden, daß er von meinem Gelde ſchwelgt, und endlich ihm Alles zu laſſen.— Ich will nicht!— Nein!— Ich will ihn vernichten und dann... es wird ein Erbe zu ſchaffen ſein, der mir beſſer gefällt.
Winkel hörte die Thür ſchließen, langſam kroch er aus ſeinem Verſtecke hervor und ſtand einige Augen⸗


