Druckschrift 
Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
Einzelbild herunterladen

r hat greif aber ſogar

denn

küͤnſte, r ge⸗ Grafen u ſah, icht z öffneni Sinnei

are

ein

— 209—

es nicht thun, Aurel, mag es kommen, wie es will. 3 Lieber Alles ertragen, lieber Unrecht leiden, als Un— recht thun. Gottes Hand iſt allmächtig. Er kann Dir morgen geben, wonach Du verlangſt; ſtreckſt Du heute Deine Hand danach aus, ſo kann er Dich ver— derben, und Du mußt ſagen: Mir iſt recht geſchehen. Seine Worte hatten etwas Erſchütterndes und Rührendes, Aurel wurde davon ergriffen. Vielleicht ſprichſt Du als Prophet, ſagte er, vielleicht iſt es Dein Starrſinn, der mich verdirbt. Ich will nicht mit Dir rechten, jedenfalls iſt Deine Weigerung entſcheidend. Sie ſoll nichts zwiſchen uns ändern— lebe wohl! Er ging hinaus, Franz that ein paar Schritte, als wollte er ihn zurück rufen, dann blieb er ſtehen

35

und ſchlug die Augen nieder.— Ohne ein Wort zu ſagen, machte er Licht und begann ſeine Arbeit mit

doppeltem Eifer. Nach einiger Zeit aber wurde die Thür abermals geöffnet, und dieſes Mal war es eine junge Dame in Hut und Seidenmantel, welche leiſe hereinſchlüpfte und den Meiſter mit ihren freundlichen Grüßen er⸗ ſchreckte.. Hannchen! rief er halblaut, und ſeine Augen blie⸗ ben ſtarr offen. 14