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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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es vorhanden iſt.— Was ſagſt Du? Du willſt nicht? Meine Ehre zum Pfande, daß ich nichts wei⸗ ter beabſichtige.— Ich ſcheue mich, Dir Lohn anzu⸗ bieten, Geld zu verſprechen, aber mein Geld...

Nicht um alles, was Du mir geben und verſpre⸗ chen könnteſt, rief Franz, würde ich Dir dabei helfen. — Ich darf nicht, und auch Du— der Schrank iſt ſein Eigenthum, das Papier iſt ſein— oder wenn es nicht ſo iſt, zwinge ihn, aber nicht ſo.— Wer hat es Dir geſagt? Der Secretär?— O, jetzt begreife ich ſeine Vertraulichkeit, eure Unterredungen— aber er iſt falſch, er iſt ein Heuchler, ein Schurke— ſogar gegen ſeinen Herrn, und er wird Dich verderben, denn er haßt Dich, ich weiß es gewiß.

Aurel verſuchte vergebens alle Überredungskünſte, Franz war nicht zu erſchüttern.— Du wirſt mir ge⸗ wiß zürnen, ſagte er demüthig, als er den Grafen mit finſterem Geſicht nach ſeinem Hute greifen ſah, aber Du biſt zu rechtlich und gut, um mir nicht zu vergeben. Du darfſt das geheime Fach nicht öffnen; hüte Dich davor! ſie haben Böſes mit Dir im Sinnez; und Du wirſt es nimmermehr thun, denn es wäre ein Verbrechen!— Ja, ich ſage es noch einmal, ein Ver⸗ brechen wäͤre es, das Dich herabwürdigte. Du kannſt