— 204—
Aurel! ſagte Willner, indem er das Werkzeug fort⸗ legte, ſich aufrichtete und ihm die Hand bot, während er mit der andern den Schweiß von der Stirn wiſchte. Da biſt Du ja, ſei willkommen!
Es lag etwas Starres und Kaltes in ſeinen Wor⸗ ten, nicht der herzliche Ton von früher war darin, und in ſeinem Geſicht fehlte der zufriedene, glückliche Zug. Er ſah ernſthaft und verſchloſſen aus.
Was gibt es denn, Franz? fragte der Graf. Es iſt etwas mit Dir vorgegangen, was Dich drückt. 6
¹ Biſt Du in Verlegenheit gerathen, wo ich helfen könnte? Danke Dir, Aurel, danke Dir! rief der junge Mei⸗ 6
ä
. ſter lebhafter, indem er unwillkürlich wieder zu ſeiner Feile griff und über das mattglänzende Metall fuhr. Du wirſt Dir die Augen verderben, ſagte Aurel. Komm her und ſage mir Beſcheid. Ja, die Augen, die muß ich mir erhalten, erwi⸗ derte Franz; arbeiten iſt ein Troſt, ein großer Troſt, 3
lieber Aurel. Wenn es ganz ſchwarz im Herzen iſt, 1 wenn es da drinnen ſchmerzt und ärger brennt, als 1 mein weiß glühend Eiſen, dann iſt die einzige Hülfe 1 Arbeit! Dabei rafft ein Menſch ſich auf, da kommen 1 1 ihm Gedanken und Vorſätze, da wirft er all ſeine b
Noth hinein, ſeinen Schmerz, ſeinen Zorn und ſeine


