nicht länger ungerührt bleiben. Ja, meine Herzens⸗ Leonor, wir werden ſchöne Tage verleben. Ich bin unendlich glücklich, Aurel, und hoffe, wir ſind es Beide. Leonor vervollkommnet ſich immer mehr. Ich verziehe ſie, aber ſie iſt ja mein einziges Gut. Was nützen Reichthümer, wenn man keinen Gegenſtand hat, dem man Alles und ſich ſelbſt zu Füßen legt?— Mein Gott! ich— ich bin ein einfacher Mann, ein Mann, der, wie Cincinnatus, ſein Gericht Rüben auf ſeinem Acker verzehren könnte. Ich könnte der tugend⸗ hafteſte Republicaner ſein, der mit Stolz ſeinen zerriſſe⸗ nen Rock trägt; aber meine ſchöne Frau liebt den Glanz, die Pracht, die Geſellſchaft, und ich bin ein ſchwacher und nachſichtiger Gemahl.— Bei jedem Satze küßte er die Hand der ſchönen Frau von Neuem, die ſchweigend dazu lächelte, während Aurel über dieſe widerliche, heuchleriſche Zärtlichkeit innerlich empört war.— Du mußt ſehen, fuhr Graf Bodo fort, daß Leonor es verſteht, ihren Ruf, als Zaube— rin der Geſellſchaft, zu bewahren, durch zauberiſche Feſte, die den feinſten Duft der Lebenscréme athmen, und du wirſt hingeriſſen werden, Aurel, du wirſt dich ausſöhnen mit deinem Ueberdruß an den exquiſiten Leuten.
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