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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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ſich meſſen kann, und ſeine Stimme war ja immer der Stolz unſerer äſthetiſchen Thee's.— Er wird wieder mit dir ſpielen und dich begleiten, Duette ſingen und Romanzen. Ich bin entzückt, Aurel, daß wir dich wieder haben, und empfehle dir ganz beſonders die Muſik, die das Herz veredelt, Löwen und Tiger zähmt.— Keinen Widerſpruch, Aurel, du mußt un⸗ ſere Wünſche erfüllen. Wir bitten alle darum.— Sage ihm doch, Leonor, daß du es wünſcheſt, dir wird er nichts abſchlagen. Selbſt unſere kleine Freun⸗ din Beate wird es gern ſehen, einen ſolchen Lion in nächſter Nähe zu haben.

Der Hohn im Geſichte des Geheimerathes trat im Sprechen immer ſtärker hervor und zog ſeine Mund⸗ winkel zuſammen, während ſeine grauen Augen ſich hinter zahlloſen Falten halb verſteckten und vor Ver⸗ gnügen leuchteten. Er nahm die Hand ſeiner Frau, die er zärtlich wiederholt küßte, als ſie in einigen ab⸗ gebrochenen Sätzen den Befehl befolgte, der ihr ge⸗ worden war; aber ihre Worte klangen keineswegs

beſonders einladend, und ihre Blicke ſchienen Aurel

aufzufordern, nicht darauf einzugehen. Du himmliſcher Engel! du biſt unwiderſtehlich, wie immer, rief Graf Bodo. Aurel kennt das, er kann