Stirn, aber ihre ſchönen Augen leuchteten klar und ſicher, und an der unbefangenen, formenvollen Art ih— rer Begrüßung konnte der ſchärfſte Blick nicht ent⸗ decken, daß Graf Aurel ihr einſt eine größere Theil⸗ nahme eingeflößt habe.
Nach einigen raſchen Fragen über ſeine Reiſen und ſeine Rückkehr wurde ihr Sir Eduard vorgeſtellt, und mehr mit ihm, als mit Aurel, ſpann ſich die Unterhaltung fort. Die Gräfin ſprach Engliſch und entſchuldigte ihre Unvollkommenheit darin, indem ſie zugleich das Fräulein herbeirief, die wartend im Hinter⸗ grunde ſtehen geblieben war.
Herr Rodney findet hier eine größere Meiſter⸗ ſchaft, wie ich glaube, ſagte ſie. Meine Freundin Beate von Lebel, die einige Jahre in England gelebt hat und deren Güte ich alles verdanke, was ich von dieſer reichen, ausdrucksvollen Sprache kenne, wird meine Vertheidigung übernehmen.
Rodney war bei dieſer Anrede aus der ſtumpf⸗ ſinnigen Gleichgültigkeit erwacht, welche er bis jetzt behauptet hatte. Sein edles Geſicht nahm einen et⸗ was belebteren Ausdruck an, die ſtattlichen Formen ſeines Körpers wurden geſchmeidiger, und ſeine höf⸗


