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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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blaſirt, egoiſtiſch, unnatürlich, ha ha! Es iſt mit der Cultur eine eigene Sache. Iſt es nicht ſo?— Aber, mein lieber Aurel, wohin willſt Du Dich zurückziehen?— — Moraliſirt, wie ihr wollt, ſagt Hamlet, die Welt

geht doch vorwärts.— Ich biete Dir mein Haus

an, Aurel, Du kannſt Dich einrichten, wie Du willſſt.

Im Garten⸗Pavillon kannſt Du leben, wie Rouſſeau,

nach einem Syſtem de la nature.

Ich danke, ſagte der junge Graf in entſchiedenem Tone. Ich habe Rodney bei mir, von dem ich mich nicht trennen kann.

Den bringen wir auch unter, fuhr der Geheime⸗ rath fort. Du mußt, Aurel, Du darfſt es mir nicht at? abſchlagen.— Im Übrigen wohnſt Du ja kaum bei mir, ſondern in Deinem Eigenthum.— Du biſt mein Erbe, und ich habe meine Gründe.— Wäre es auch nur, fuhr er mit gedämpfter Stimme fort, um unnützen Schwätzern die Freude zu verderben, Geſchichten zu erfinden; denn daran wird es nicht fehlen.— Doch da iſt Leonor! 1

Bei dieſen Worten öffnete ſich die Thür des Ne⸗ benzimmers, und die Gemahlin des Geheimerathes trat herein, gefolgt von ihrer Geſellſchafterin. Die Graͤfin näherte ſich lächelnd. Ein leichtes Roth färbte ihre