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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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jorats⸗Inhaber ſeinem legitimirten Erben zu zahlen hat, ſobald dieſer das zwanzigſte Jahr erreicht.

Du meinſt alſo, er ſei gekommen, um das Geld zu holen? fragte Graf Bodo.

Es geht ſtark in das zweite Jahr, daß er nichts eingefordert hat, antwortete Winkel.

So werden wir ihn vielleicht raſch los, wenn wir ihn befriedigen.

Der Secretär zuckte wieder in ſeiner Weiſe die Schultern. Der gnädige Herr Graf hat ſich geſtern Abend dahin ausgeſprochen, daß er vor der Hand das Reiſen aufgegeben habe.

Woher weißt du das? fragte der Geheimerath.

Ich weiß es von einem Freunde. Der Herr Graf iſt geſtern, als er aus dem Circus kam, noch ſehr lange mit dem engliſchen Herrn beiſammen geweſen, der in ſeiner Geſellſchaft iſt. Sie haben beide bis Mitternacht Wein getrunken, geraucht und ſehr viel geſprochen, was leider Niemand verſtanden hat, da es theils leiſe, theils in einer fremden Sprache, vermuth⸗ lich in der engliſchen, geſchah.

Winkel, ſagte der Geheimerath verwundert, ſonder⸗ barer Weiſe weißt du mehr von ihm, als ich!

So viel iſt gewiß, verſetzte der Secretär, daß in