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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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weil es dem Grafen angeboren war, Geld, ſo viel als irgend möglich, für ſich allein zu behalten.

Trotz deſſen war der Secretär aber ein wohlha⸗ bender Mann, dem man ſogar bedeutende Reichthümer nachſagte. Er war unverheirathet, wohnte im Hauſe des Grafen, begleitete dieſen überall hin, bekam, was er brauchte, aus der gräflichen Küche und hatte ſomit für nichts zu ſorgen. Sein geringes baares Gehalt, das niemals, ſo lange er ſich im Dienſte des Grafen befand, erhöht worden war, hätte nun allerdings wohl ſchwerlich ihn reich machen können; aber der Secretär hatte der Mittel und Wege genug, um ſeine Stelle einträglich zu machen. In ſeinen Händen lag die Abſchließung, Verlängerung und Erneuerung aller Con⸗ tracte und Geſchäfte; jedes Geſuch an den Grafen kam zunächſt an ihn und bedurfte ſeines Vortrages und Fürwortes; von ſeiner Darſtellung und ſeinem Einfluſſe hing ſehr häufig Gewährung oder Verweige⸗ rung ab. Es war daher nicht zu verwundern, daß dem Gerüchte nach, höchſt bedeutende Summen in die ſtets offene Taſche des dienſtfertigen Winkel gefloſſen ſein ſollten, und offenbar wußte und billigte ſein Ge bieter dieſe Ährenleſe. Denn manche Geſchäftsmänner, welche dieſen Tribut zu vermeiden wünſchten, den 2*