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Secretär bei Seite ſchoben und direct mit dem Grafen verhandeln wollten, fanden zu ihrem Erſtaunen, daß dieſer es ganz eben ſo machte, wie einſt König Jakob von England mit ſeinem Premier⸗Miniſter Sunderland d. h. er ließ ſich auf nichts ein, ſondern fragte nur' ob ſie ſchon mit ſeinem Secretär in Richtigkeit wären, was jedes Mal denn auch die Verſtändigung zur Folge hatte.
Wenn es Verleumdung war, daß, wie in England, König und Miniſter die als Beſtechung ausgepreßte Summe theilten, ſo war wenigſtens das gewiß, daß der Geheimerath Vergnügen daran empfand, ſeinen Günſtling auf anderer Leute Koſten reich zu machen, und daß, je reicher Winkel wurde, deſto geiziger, bos⸗ hafter und habgieriger er ſich erwies, und wiederum: je weiter ſich dieſe edlen Eigenſchaften entwickelten, deſto mehr der Graf ihn zu lieben und zu achten ſchien.
An dem Morgen nun, wo Graf Bodo in ſeinem Arbeitszimmer ſo eifrig beſchäftigt war, befand ſich auch der Secretär an ſeinem Platze, neben ſeinem
Herrn, und legte dieſem eine Reihe Briefe zur Unter⸗ ſchrift und eine große Zahl abgeſchloſſener Rechnungen und Rechnungsauszüge vor, welche er mit Erläuterun⸗ gen begleitete.— Der Graf trug einen bequemen tür⸗
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