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Geſchaften ſtand.— Der Geheimerath Graf Derſchau hätte verdient, an der Spitze eines großen Handels⸗ hauſes zu ſtehen, das er berühmt gemacht haben würde. Er war ein ſcharfſinniger, klar blickender Speculant, der einen bewundernswürdigen Calcul über Gelingen oder Mißlingen einer Unternehmung aufſtellen konnte und einen guten Theil jedes Tages damit zubrachte, zu rechnen und zu combiniren, Pläne auszuſinnen, wie ſein Geld ſich mehre und wie er Vortheile erzielen könne. Alle dieſe Gedanken ſchüttete er in den Buſen des getreuen Genoſſen Winkel aus, der immer noch daran zu beſſern und auszubilden wußte. Graf Derſchau beſaß große Galmei- und Eiſen⸗ gruben, er trieb einen mächtigen Holzhandel in ſeinen Wäldern, er hatte Fabriken der verſchiedenſten Art auf ſeinen Gütern; doch für alle dieſe weitläufigen Ge— ſchäfte wußte er ſich Compagnons zu ſuchen, die be⸗ deutende Geldeinlagen machen konnten und die Aus— führung der techniſchen Einrichtungen, wie auch Be⸗ trieb und Verwaltung übernahmen, auf jeden Fall hin aber ihm contractlich bedeutende Renten, als Minimum, zugeſichert hatten. Mit ſeinem getreuen Secretär bil⸗ deete er die Ober⸗Rechenkammer, und mit dem Eifer eines Spürhundes verfolgte Winkel jeden Tag, von 9 2


