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Der kräftige Adlercreutz riß ihm den Amtsſtab fort und warf den Ceremonienmeiſter dabei rückwärts auf ein Sopha. Ich werde jetzt hier im Hauſe befehlen! ſchrie er. Entwaffnet den Oberſten, auch die Adju⸗ tanten dort und den Trabanten⸗Hauptmann. Gehorchen ſie nicht, ſtoßt ſie nieder!
Mit dieſen Worten lief er hinaus, die Treppe hinauf und in den Saal der Trabantengarde. Erhitzt, ohne Hut, mit aufgeriſſenem Rock, trat er herein, in der einen Hand den ſchwarzen Amtsſtab, in der an⸗ deren den Säbel eines Huſaren, denn ſeinen eigenen Degen hatte er bei dem Ringen mit dem Könige verloren.
Die Trabanten wußten nicht, was ſie thun ſollten. Ihr eigener Offizier war gefangen; jetzt ſahen ſie einen General vor ſich, dem gleich darauf noch eine ganze Schaar Offiziere folgte, denen ſie militäriſchen Gehorſam ſchuldig waren.
Adlercreutz mit ſeinem edlen, lebhaften Geſicht, das einem Solda⸗ ten gehörte, mit ſeinen blitzenden Augen und ſeiner raſchen Kräftigkeit trat vor ſie hin und, befahl ihnen, ſtille zu ſtehen. Hört mich an, meine Freunde, ſagte er darauf. Ihr kennt mich alle und wißt, daß ich nicht lüge. Dem Könige ſoll kein Haar gekrümmt werden, meine Soldatenehre gebe ich zum Pfande! allein regieren kann er nicht länger, denn er iſt krank und dieſe Krankheit hat Schweden ins Verderben geſtürzt. Im Namen des Vaterlandes befehle ich euch, verhaltet euch ruhig. Was hier geſchieht, geſchieht zu des Königs Rettung. Verthei⸗ digen könnt ihr ihn nicht, es würde euer Untergang ſein. Das ganze Heer, das Land iſt mit uns; der Herzog von Südermannland wird die Reglerung übernehmen.
Die Trabanten waren eingeſchüchtert, ſie ſchwiegen und ſtellten ihre Waffen fort, doch während Adlercreutz und der größte Theil der Offi⸗ ziere damit beſchäftigt waren, dieſe Garde zu gewinnen, machte der König einen unerwarteten Fluchtverſuch.
Der alte Marſchall Klingſpor hatte in der tiefen Wölbung eines Fenſters im königlichen Zimmer allen Vorgängen beigewohnt, ohne Theil daran zu nehmen; jetzt aber, als Adlercreutz ſich entfernte, und der König ſcheinbar gefaßter mit dem Finanzminiſter Ugglas und dem greiſen General Strömfeld auf und abging, die Beide ihn zu tröſten
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