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Die Ueberzeugung, daß er dieſe Hoffnungen vergebens genährt hatte, wirkte jetzt dazu mit, ihn noch hartnäckiger zu machen, auf jeden Fall hin ſein Abenteuer zu wagen. Sein Zorn und ſein Abſcheu vor der Ruſſenherrſchaft waren ſo groß, wie ſie bei einem Finnen ſein konn ten, der von Jugend auf gehört, was ſein Volk von den Einfällen und Eroberungen ſo grimmiger Nachbarn gelitten. Sein feuriges Blut empörte ſich bei dem Gedanken, ruſſiſcher Unterthan, ein Ruſſe zu werden. Nie war ihm dies ſo ſchmachvoll, ſo herunterwürdigend vorgekommen, und daß die hochmüthigen, leichtſinnigen adligen Herren die Hand zu dem verrätheriſchen Spiele boten, daß es unter den Schweden von Namen und Rang auch diesmal ſo elende Verſchwörer gab, das vermehrte ſeinen Haß zund ſein Verlangen, ihre Plane zu vernichten. Eine Ahnung ſagte ihm, daß ein Netz von Verräthereien über Finnland ausgeworfen ſei, daß ſeit langer Zeit ſchon ruſſiſches Gold und große Verſprechungen die Eroberung vorbereitet hatten, und wie weit mußte man damit gekommen ſein, wenn man ſich an ſolche Männer machen konnte, wie der Admiral. Halſet fiel ihm ein, der Kammerherr, Propſt Ridderſtern und der ganze prieſterliche und adlige Anhang. Der Gedanke an Serbinoff warf einen neuen Blitz auf das Mißtrauen im tiefen Grunde ſeiner Seele und ſeine Hände ballten ſich entſetzt davor zuſammen. Er dachte an Ebba. Hatte Sie ihn nicht gewarnt? Er dachte an Erich, der in ſeiner ſchweigſamen Milde zugeſehen hatte, wie er ſich immer feſter an den Ruſſen hing und da für ihn vernachläſſigte. Auch Erich hatte Serbinoff wie einen Freund behandelt, auch er war ihm zugethan. War er auch beſtochen? Wartete er auch auf Gold und Annenorden, von denen Oberſt Jäger⸗ horn ſprach? Gehörte er zu den Betrügern, oder zu den Betrogenen? Nein, nein! murmelte Otho lheftig, er nicht und Ebba— in ihr wohnt der alte ſtolze Schwedengeiſt, die alte große Zeit ihres Volkes. Den König haſſen ſie ſämmtlich, ihn möchten ſie vom Throne ſtürzen, um ſich darauf zu ſetzen. Mag er ſein, wie er will, immer noch iſt er beſſer als dieſe verdorbene ſittenloſe Adelskaſte, die ſchlimmer iſt als alle andere Tyrannei. Ich will hin zu ihm, ich will nicht raſten, bis ich vor ihm ſtehe, und ich fürchte mich nicht. Ich will ihm
Alles ſagen, was ich denke. Wie ein freier Mann will ich zu ihm 27*


