Druckschrift 
Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
Einzelbild herunterladen

legte meine Hand auf die ſeinige und ſagte:Vater thue es nicht.Ja antwortete er.Es muß ſein.

Vater bewahre mich davor, daß ich Gewalt gegen dich gebrauche bat ich. Wir ſahen uns lange zornig in die Augen.

Nun ſo geh' Schurke! ſagte er. Aber wagen Sie nicht mehr meinen Namen zu führen. Ich habe keinen Sohn mehr.

So bin ich aus dem Vaterhauſe geſchieden. Wie ich nach Grönland gekommen bin, weiß ich ſelbſt kaum. Ich ſuchte Abenteuer, Jagd und Gefahr.Immer vorwärts! hieß es in mir, um zu vergeſſen. Da hat mich Gott mit den unwiderſtehlichen Banden des Eiſes umklammert, daß ich ihm ſtill hielt und hat durch die Schrecken dieſer nor⸗ diſchen Natur eine Sprache mit mir geredet, die mein ſtolzes übermüthiges Herz klein machte.

Etwas freut und erhebt mich. Ich ſehe es als ein Zeichen der wiederkehrenden Gnade Gottes an, daß er mir geſtattet hat, mein Leben zu opfern zur Rettung des Enkels deſſen, den ich in den Tod getrieben habe.

Aber ich ſpüre, es iſt Zeit, wenn ich noch Etwas thun will, um gut zu machen. Ich möchte jetzt ſelbſt aus innerem Antrieb dem Wunſche meines Vaters nachkommen und mich öffentlich als den wirklichen Dieb erklären.

Wollen Sie, Herr Capitän, die Freundlichkeit haben und eine derartige Erklärung aufſetzen, die ich zu unterſchreiben verſuchen will und die Sie, meine Herren, beglaubigen?