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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Ich bin ſein Mörder.

O wie oft hat ſeitdem die Geſtalt dieſes ehrwürdigen Greiſes, deſſen Noth ich in meinem Leichtſinn vergaß, an⸗ klagend vor mir geſtanden im Wachen und im Träumen.

Halb wahnſinnig vor Schmerz und Reue drang ich zu meinem Vater und erzählte ihm Alles. Auf dem ehrlichen Namen des unſchuldigen alten Mannes ſollte kein Makel haften bleiben. 3

Mein Vater ſtand bei meiner Erzählung ſprachlos da vor Leid und Zorn. Er hatte den alten Rentmeiſter ſo gern gehabt und machte ſich ſchwere Vorwürfe, daß er ſo hart und ſtreng gegen ihn geweſen war. Nun mußte er erfahren, daß der alte, ehrliche Mann unſchuldig gelitten hatte, daß ſein Sohn der eigentlich Schuldige ſei.

Als er ſich einigermaßen wieder geſammelt hatte, ver⸗ langte er von mir, ich ſolle mich alsDieb den Gerichten ſtellen, um der Ehre des alten Lymann gerecht zu werden.

Das Wort Dieb entnüchterte mich. Es wirkte auf mich wie ein kaltes Waſſerbad. So hatte ich es nicht gemeint. Ich hätte viel geopfert, aber meine ganze geſellſchaftliche Stellung aufgeben um der Ehre eines todten Mannes willen, das war zu viel verlangt. Ich wies das Verlangen meines Vaters als ungerechtfertigte Zumuthung zurück.

Allein mein Vater nahm die Sache ernſt. Er wollte Gewalt brauchen und mich von ſeinen Bedienten greifen und auf das Gericht führen laſſen.

Er hatte ſchon die Hand am Schellenzug. Aber ich

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