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er doch nicht geben. Dazu war er doch zu gewiſſenhaft. Da zog ich eine geladene Piſtole heraus, die ich bei mir trug, und ſagte ihm: Wenn er mir das Geld nicht gäbe, würde ich mich neben ihm todtſchießen.
„Ein Seebach bricht ſein Wort nicht“ rief ich.
Da gab er das Geld. 4
Ich verſprach, um ihm keine Ungelegenheiten zu machen, noch vor vier Wochen die Rückzahlung, aber ich verlangte, daß er mir ſchwöre, meinem Vater Nichts von dieſer Ange⸗ legenheit zu ſagen.
„ Auch ein Lymann bricht ſein Wort nicht“ ſagte er ſtolz..
Und er hat ſein Wort nicht gebrochen, aber das iſt ſein Tod geweſen.
Ich hatte nämlich, die Summe in der Taſche, zuerſt wieder leichtſinnig in den Tag hineingelebt, bis mir auf einmal heiß mein Verſprechen einfiel. Aber da war es zu ſpät. Ich konnte die bedeutende Summe nicht in ſo kurzer Friſt mehr ſchaffen.
Erſt acht Tage nach dem Termin reiſte ich mit dem verſprochenen Gelde in die Heimath.
Dort begegnete mir ein Leichenzug. Es war der alte Rentmeiſter Lymann, den man begrub.
Er hatte dem Abkommen gemäß meinem Vater jede Auskunft über den Verbleib des Geldes verweigert. Mein Vater hatte ihn darauf als gemeinen Dieb verhaften laſſen. Das hatte der ehrliche Greis nicht überlebt.


